«Sprache der Musik – Musik der Sprache»

Rapperswil Quatember2017bLeben klingen und leuchten lassen

Am regnerischen ersten Maisonntag hat sich die Klosterkirche Rapperswil gegen Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Stephan Britt (Klarinette) lud mit Voichita Nica (Klavier) und Tabea Kämpf (Viola) zum "Quatemberkonzert" dieses Frühlings ein. Br. Niklaus trug die spirituelle Poesie zur Musik von Mozart, Hummel und Haydn bei. Er las ausgewählte Gebete und Gedichte aus dem Buch "Mein Leben leuchten lassen": Schlüsseltexte aus der Erfahrung des Franz von Assisi, die auch heutige Menschen in die Tiefe und Weite führen.

Das besinnliche Zusammenspiel von Musik und Text, das wundervoll in eine Klosterkirche passt, lässt sich am zweiten Maisonntag 2017 mit einer Zweitaufführung im einstigen Kapuzinerkloster Altdorf hören. Dort hat Stephan Britt zusammen mit Br. Anton Rotzetter die alte Tradition solche "Quatemberkonzerte" vor zehn Jahren wieder belebt. Viermal im Jahr laden die musikalisch und poetisch besinnlichen Stunden dazu ein, den Klang der Sprache und die Botschaft der Musik im Zusammenspiel zu geniessen.

Die Fotos vom Rapperswiler Konzert hat Br. Adrian Müller, Guardian des Klosters, geknipst. Seine Kirche war bereits am Vormittag zum Gottesdienst wie meist an Sonntagen erfreulich voll. Auch da trugen Stephan und Voichita bereits musikalisch zur Feier bei.

Eine Woche später fand dasselbe Konzert am Muttertag im Kulturkloster Altdorf statt - erneut in voller Kirche und mit der Einladung, danach im alten Refektorium mit Blick über die Rebberge auf das Reusstal und das Dorf zusammenzusitzen. Viele Urnerinnen und Urner sind dankbar, dass das erste Kapuzinerkloster nördlich der Alpen bewohnt und zugänglich bleibt. Und für Br. Niklaus war es ein schönes Zurückkommen an den Lebensort, den er 1996-1998 selbst bewohnt und genossen hat.

Altdorf Quatember Kulturkloster2017h

 

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Eine der acht alten spirituellen Perlen, die der Musik poetischen Nachklang gaben und ins heutige Leben sprechen, handelt von Franziskus' Ankunft im Rietital. Ängste blockieren und verschliessen, Vertrauen dagegen öffnet Türen und Herzen! Eine Botschaft in unsere Zeit, in der mit der Angst vor Fremden erfolgreich Politik gemacht wird:

Lebenleuchtenlassen Poggio1

 

Lebenleuchtenlassen Poggio2