Geschwister - Freundinnen - Gefährten

 

ZürichReligionen 2016aBau neuer Mauern, Siegeszug eines aggressiven Populismus, Stimmungsmache gegen Fremde: der Herbst sorgt nach einem Terrorsommer für neue beängstigende Schlagzeilen. Umso hoffnungsvoller sind entgegengesetzte Zeichen. In der Zürcher Woche der Religionen hat eine interreligiöse Feier mit anschliessendem Imbiss und Dialoggespräch eine ebenso ermutigende wie berührende Botschaft vermittelt. Sie liess die Fackel der Friedenstreffen in Assisi gleichsam in den eigenen Alltag gelangen. Das Bild zeigt den Sufi-Mystiker Hüseyin Haybat, derüber Gottes Freundschaft und Freundschaft zwischen Menschen spricht: über die eigene Religion hinaus. Die Feier liess sich von Heiligen Texten der jüdischen, christlichen, hinduistischen und islamischen Religion ermutigen, die alle drei grundlegende Beziehungsformen zwischen einander fremden Menschen kennen und inspirieren: Geschwister sind wir Menschen einander im gemeinsamen Lebenshaus der Schöpfung, ob wir wollen oder nicht, uns verstehen oder streiten... Freunde können wir werden, wenn wir einander gewinnen, uns miteinander vertraut machen und innere Schätze teilen. Und Weggefährten werden wir, wenn wir uns im Alltag verbünden und gemeinsam für eine menschlichere, friedlichere, gerechtere Welt einstehen.

Die Feier, die am Abend der Schock-Wahlen in den USA ebenso tröstlich wie ermutigend wirkte, lässt sich hier dokumentiert nachlesen:

pdfhinduistisch-christlich-islamischer Gottesdienst - Texte

ZürichReligionen 2016b