Jahresbericht des Tauteams 2015/2016

Wir sind dankbar für diese Verbundenheit mit Euch und Eure Anteilnahme an unserem Wirken. Die familiäre Atmosphäre fördert unser fruchtbares Arbeiten! Zugleich bietet uns der Parcours durch die INFAG-Welt die gute Möglichkeit, mit der wachsenden Zahl jener Schwestern und Brüder in Kontakt zu kommen, die sich nicht mehr an externe Anlässe wagen.

Dankesessen

Letzten Herbst luden wir den grossen Kreis von Mitwirkenden zum zweijährlichen Dankesessen ein: diesmal mit einem Inseltag bei Stein am Rhein. Auch dafür boten unsere Brüder Franziskaner Hand und ihre Postulanten unterstützten uns tatkräftig in der Küche und im Service. Schön, dass über zwanzig Geschwister der Einladung gefolgt sind und wir einen wunderbaren Tag im malerischen Rheinstädtchen
und auf der herbstlichen Insel verbracht haben!

Weitere Highlights unseres Teamjahres boten unsere vielfältigen Reiseangebote. Nebst den jährlichen beiden „Pilgerwochen für Mutige“ und der dritten Auflage der bibliodramatischen Wanderwoche nach Assisi in Zusammenarbeit mit der Wislikofer Schule für Bibliodrama begleiteten wir die Oltener Klosterreise nach Südfrankreich. Besonders zu erwähnen, ist das Projekt „Für eine Kirche mit den Frauen“ (www.kirche-mit.ch). Das Tauteam hat die drei Wochen, die auf dem Weg nach Rom durch franziskanische Stammlande führten, vorbereitet, begleitet und wesentliche franziskanische Impulse eingebracht. Die Pilgerroute führte von Siena nach Perugia, von da weiter nach Assisi und schliesslich nach Greccio. Die vielseitig geforderten Begleitteams – Sr. Imelda Steinegger, Kari Gisler, Beatrice und Patrick Hächler und Bruno und Sonja Wüst-Bettoni – kamen mit einem reichen Erfahrungsschatz nach Hause.

Nebst den Reisen, die wir selber anbieten, werden wir auch immer wieder angefragt, Pfarrei- und Projektreisen kompetent zu begleiten. So war Sr. Imelda in den letzten Monaten fünf Mal mit Pfarreien und Klosterkreisen unterwegs.

An unserem Ranftweg, der mit franziskanischen Quellen ins Flüeli führt, bestätigte sich im Mai der erfreuliche Trend, dass immer mehr Mitpilgernde die längere Variante ab Stans jener ab Sachseln vorziehen.

Die vielfältigen Rückmeldungen und bleibenden Verbindungen, die sich aus den Reisen ergeben, zeigen, dass wir mit diesen Angeboten einen wertvollen Beitrag zur franziskanischen Vernetzung leisten und zugleich heutiges Leben im Licht unserer Quellen deuten.

Bigorio

Um die vitale Entfaltung unseres Charismas in die heutige Welt ging es der Bigoriotagung Anfang Juni unter dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Mit unter den engagierten Teilnehmenden war das neue Leitungsduo des Mattli Morschach (Hans Egli 2. von links und Eugen Trost ganz rechts).

Eine traditionell weite Reise in ein stilles franziskanisches Bergkloster führte diesen Sommer erstmals „nur in den Tessin“: Die erstmalig angebotenen franziskanischen Exerzitien im Kloster Bigorio weckten überbordende Nachfrage: das Kloster war ausgebucht und weitere Personen blieben auf der Warteliste. Im Kreis fanden sich ein Viertel Ordensleute (zwei Baldegger und eine Ingenbohler Schwester sowie eine Münsteraner Provinzoberin), ein Pfarrer, ein Vikar, ein Internet- und eine Zürcher Bahnhofseelsorgerin, eine DEZA-Spezialistin, Jugendarbeiterinnen, sozial Engagierte und eine junge Postulantin! Das von Niklaus und Veronika Mang gewagte Erstangebot wird 8.-15. Juli 2017 von Br. Paul Mathis und Natascha Rüede begleitet und sei auch in euren Kreisen herzlich empfohlen.

Einiges Knowhow aus unserer Arbeit mit Schwesterngemeinschaften floss ins Dillinger Jubiläumsjahr ein: Br. Niklaus begleitete den 775. Geburtstag der ältesten Kongregation mit fünf Impulsweekends in allen Provinzen und dem Festvortrag in Dillingen selbst. Früchte aus diesem Projekt fliessen auch in unsere Arbeit für die INFAG-CH zurück. Für das ganze Team fruchtbar waren Tage, zu denen uns die Minoriten von Maria Eck, die Franziskanerinnen von Au am Inn und ein neu vernetzter Kreis von Laien nach Traunstein luden: Letzterer würde gern Teil der INFAG-CH werden :-)

Nebst den Reise- und Bildungsangeboten tragen auch Printmedien zur Verkündigung bei. Die Arbeit an der Tauzeit macht uns weiterhin grosse Freude. Neu unterstützt uns Br. Klaus Renggli (Konventuale) in der Redaktion, nachdem das Erscheinen der Franziskanischen Botschaft eingestellt worden ist. Die vergangenen drei Nummern haben sich dem Thema „Baum“ gewidmet und jeweils einen Schwerpunkt gesetzt bei den Aspekten „Wachsen“, „Reifen“, Früchte tragen“. Die Dezembernummer erscheint zum Aspekt „Wurzeln“ und ist aktuell in Vorbereitung.

Auch dieses Jahr gestaltet das Tauteam wieder eine Nummer des ITE. Das Adventsheft wird sich dem Thema „Weihnachten franziskanisch“ widmen. Wir schätzen diese Form der Zusammenarbeit mit den Kapuzinern sehr und freuen uns, dass die INFAG-CH in der auflagenstärksten franziskanischen Zeitschrift der Schweiz jährlich ein breites Schaufenster erhält. Besonders gefordert hat uns dieses Jahr die Planung und Umsetzung einer neuen Homepage. www.franziskus-von-assisi.ch soll künftig auch Nicht-Insidern unsere Angebote und Dienstleistungen nahe bringen und insbesondere ein Fenster zur INFAG sein. Die neue Homepage wird das Panorama in gedruckter Form ersetzen und direkte Links zu den franziskanischen Gemeinschaften anbieten.

Unsere „Federn“ sind unterdessen auch in anderen Zeitschriften gefragt, so in der aktuellen Nummer der „Erwägungen“, dem Journal der Theologischen Bewegung für Solidarität und Befreiung TheBe.

Nicht geplant war eine grössere Publikation, die Nadia und Niklaus in den letzten Monaten ebenso gefordert wie begeistert hat: ein Buch zum 600. Geburtstag von Bruder Klaus. Vom Patmos-Verlag im Mai angeregt, soll das Projekt diesen September druckreif werden – und auf Anfang 2017 erscheinen. Das Buch erzählt die Geschichte von Niklaus, seiner Familie und seiner Zeit aus der Optik der Ehefrau Dorothea. Wir werden im kommenden Jubiläumsjahr immer wieder Brücken zwischen den brüderlichen Welten von Franz und Niklaus schlagen.

Tagung

Das Thema Vernetzung stand im Zentrum der diesjährigen Offenen franziskanischen Tagung im Mattli. Angesprochen war die gesamte Franziskanische Familie und zu unserer Freude liessen sich über 40 Schwestern, Brüder, FG-Leute und weitere Interessierte einladen. In bunt gemischten Gruppen bekam franziskanische Spiritualität ein modernes Profil, zeigte sich die Vielfalt in der Einheit und zeichneten sich Visionen für Wege in die Zukunft ab. Der dicht gestaltete und erlebte Tag ermutigte die Teilnehmenden. Sie legten uns spannende Themen für eine Folgetagung ans Herz.

Ausblick

Das bereits reich gefüllte Jahr wartet im Herbst und im Winter mit nochmals viel versprechenden Anlässen auf: Drei Reisen führen in das Eremo auf dem Monteluco, mutig wandernd von La Verna nach Assisi und schliesslich noch nach Rom. Im Dezember freuen wir uns auf das traditionelle Ranftgebet, das uns am Samstag 10. Dezember wieder zusammen führen wird!

2017 hält Herausforderungen ganz eigener Natur bereit: Br. Niklaus und Nadia dürfen in der zweiten Jahreshälfte – von ihren Gemeinschaften ermutigt - eine Sabbatzeit geniessen. Das bringt einiges an planerischem und organisatorischem Aufwand mit sich, zumal wir die reiche Palette an Angeboten aufrechterhalten wollen. Nadia wird in der FG-Zentrale vertreten werden, und aktuell sind wir mit verschiedenen Menschen im Gespräch, die Sr. Imelda und das Ehepaar Hächler während der Sabbatzeit tatkräftig unterstützen.

Wir freuen uns, Euch an der INFAG GV zu begegnen und grüssen Euch herzlich, vom Ehepaar Beatrice und Patrick Hächler projektspezifisch unterstützt, aus dem frisch renovierten Kloster der Cordeliers in Fribourg!

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